Zu Besuch bei...
... der Rettungshundestaffel Main-Kinzig. Mit 29 Mitglieder und ihren vierbeinigen Kollegen sind sie bei der Staffel aktiv. Sie kommen nicht nur aus dem Main-Kinzig-Kreis sondern auch z. B. aus dem Landkreis Aschaffenburg und anderen Nachbarkreisen.
In Folge der Bericht der Kollegen:
Um halb/viertel vor 10 war das Treffen angesetzt, denn um 10 Uhr starteten die Übungen. Treffpunkt war das alte Gelände des amerikanischen Militärs, in der Kreisstadt Gelnhausen. Da ein Teil der dazugehörigen Gebäude abgerissen werden, bietetet sich dies gut zum Üben für den Bereich "Trümmerrettung" an.
Nachdem man uns begrüßt hatte, ging es auch schon gleich los. Die Gruppen und die dazugehörigen Abrissgebiete wurden eingeteilt, sodass sich die Gruppen in Ihren Bereich zurückziehen konnten.
Das "Einsatzgebiet" erreicht, wurde als erstes die Verpflegung/Belohnung fertig gemacht. Aber nicht für den Mensch, sondern für den Hund ;) Man beachte, dass das nicht nur irgendeine Belohnung ist, sondern ein "Snack" auf den die Hunde ganz besonders stehen. Da sind solche Variierungen wie z. B. 'püriertes Dosenfutter mit Hüttenkäse' oder 'portionierte Hühnerherzen' keine Besonderheiten.
Anschließend verschaffte man sich einen Überblick über den Übungsplatz und erörterte verschiedene Übungsmöglichkeiten.
Wichtig dabei ist es, dass man sich vorher im klaren sein muss, was der Hund machen soll, wie der Hund gefordert werden soll, und was dem Hund liegt oder auch nicht so gut liegt.
Nachdem der Übungsablauf besprochen war ging es auch schon los. Da immer nur ein Hund einer Übungsgruppe übt können sich die Kollegen derweil verstecken bzw. gezielt an einem Ort in den Trümmerhaufen platzieren.
Schnell wird noch die Windrichtiung mittels Babypuder geprüft und schon geht es für die Hunde los. Bei den Übungen muss der Hund nicht immer Bellen wenn er die Person gefunden hat - es gibt Übungen mit und ohne Anzeige.
Hat der Hund die betroffene Person bzw die Personen gefunden bekommt er ein Snack und ggf. noch sein Spielzeug ;) Im Einsatz gibt es allerdings kein Snack.
Um den Hunden die Angst zu nehmen, wo rein zu springen wo sie noch nicht waren wird auch das geübt - "psychische Hindernisbewältigung". An den obigen Bildern sieht man solch eine Übung mittels Schuttcontainer. Um den Hunden zu vermittlen, dass es nicht gefährlich darin ist, wird ggf. bei den ersten Versuchen eine Person in den Container steigen.
Sollten die Kollegen der Rettungshundestaffel benötigt werden, beginnt alles mit einem Anruf der Leitstelle Main-Kinzig, bei einer zuständigen Kontaktperson der Rettungshundestaffel. Anschließend bekommen die Verfügbaren Personen der Rettungshundestaffel den Einsatzort mitgeteilt.
Die einzelnen Mitglieder machen sich mit Ihren Vierbeinern auf den Weg. Jedoch sind diese nicht, im Gegensatz zu Feuerwehrmitgliedern, einen erweiterten Spielraum was Geschwindigkeit betrifft. Die Fahrt zum Einstzort muss mit der Vmax erfolgen, welche auch vorgeschrieben ist.
Beim Eintreffen am Einsatzort erkundigt sich der Gruppen-/Staffelführer bei dem Einsatzleiter nach dem genauen Einsatzgebiet und überlegt sich schon eine grobe Einteilung der Gebiete. Anschließend wird überlegt welchen Hund man wo einsetzt, schließlich ist es auch bei Hunden so, dass sie sich für bestimmte Aufgabengebiete besonders eignen.
Der Hundeführer geht mit seinem Hund und ggf. einem Kollegen in das zugeteilte Gebiet. Vorzugsweise an einem Weg oder anderen markanten Punkten endend bzw. beginnend.
.


